Jemen

Mehr als 22 Millionen Menschen sind dringend auf Humanitäre Hilfe und Schutz angewiesen.

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Aufgrund des Krieges und der damit verbundenen Wirtschaftsprobleme steht der Jemen derzeit vor einer schweren humanitären Lage. Insbesondere die Bevölkerung leidet unter den Umständen des Krieges, der die Faktoren der Armut, des Hungers und des Zusammenbruchs staatlicher Institutionen verstärkt hat. Millionen von Menschen sind von dem Krieg betroffen und auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Das Hammer Forum unterstützt notleidende und vertriebene Familien mit Kindern in Regionen, die Hilfe am dringendsten benötigen und hat ein Lebensmittelkorbprojekt umgesetzt, welches vertriebene Familien aus Hodeidah sowie die ärmsten Haushalte der Stadt Taiz unterstützt.

Seit dem Frühjahr 2018 werden in regelmäßigen Abständen  Lebensmittelpakete mit Reis, Bohnen, Tee, Salz und Brot an arme Familien vor dem Krankenhaus in Taiz verteilt. Obwohl das Projekt nicht alle armen Familien mit Lebensmitteln versorgen kann, da die Hungersnot auch in der Stadt weit verbreitet ist, konnte eine große Anzahl von Bürgern der Stadt Taiz und von vertriebenen Familien aus der Stadt Hodeidah, Lebensmittelhilfe zum Überleben erhalten.

Wir hoffen, dass das Projekt in den nächsten Phasen eine noch größere Anzahl an hungernden Menschen und weitere Gebiete abdecken kann, um armen Familien und Kindern in ihrer größten Not zu helfen.


Bereits seit 1997 engagiert sich das Hammer Forum für erkrankte und verletzte Kinder im Jemen. Mit dem Al-Thawra-Hospital in Taiz, der zweitgrößten Stadt des Landes, wurde eine Klinik gefunden, die nicht nur zentral liegt, sondern auch zu Reformen bereit ist. In Kooperation zwischen dem Hammer Forum und dem Al-Thawra-Hospital im Jemen entstanden seit 2003 die erste und einzige Fachstation für Brandverletzte im Jemen, vier OP-Säle und eine unfallchirurgische Kinderstation. Zudem unterstützte das Hammer Forum die Geburtshilfe, die Neonatologie, die radiologische Abteilung, die Krankenhausapotheke und das Labor der Klinik. Im Rahmen der Nachhaltigkeit der Hilfsangebote wurden Physiotherapeuten sowie Krankenschwestern und Hebammen ausgebildet.

Während der andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen wurden die medizinischen Materialien im Al-Thawra-Hospital in Taiz fast alle aufgebraucht und unser Lager zerstört. Sobald der Krieg beendet ist und wir einreisen können, wollen und müssen wir erneut mit medizinisch notwendigen Materialien und Geräten praktisch bei Null anfangen. Wir werden auch die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals für die allgemeine Verbesserung der medizinischen Verhältnisse im Jemen wieder aufnehmen, sobald sich die kriegerischen Unruhen legen. Diese Arbeit soll auf die Universitäten ausgeweitet werden und den angehenden Ärzten ermöglichen, sich Fachwissen anzueignen. Dazu werden weitere Hilfseinsätze deutscher Ärzte- und Pflegeteams geplant.

Projektleitung: Herr Dr. Emmanouilidis

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