Eritrea

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Der eritreische Staat unternimmt große Anstrengungen, um die medizinische Versorgung seiner Bevölkerung zu verbessern. Doch noch immer sind die Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs (1961-1991) spürbar. So mangelt es im ganzen Land an Fachärzten. Hierunter haben insbesondere die Kinder und Schwangeren zu leiden. Das HAMMER FORUM entschloss sich deshalb im Jahr 1995, auch für die Schwächsten in Eritrea aktiv zu werden.  Nachdem anfänglich ausschließlich Kinder zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen wurden, operierte 1997 erstmals ein Chirurg aus Deutschland in einer Klinik in Asmara, der Hauptstadt Eritreas. Um auch langfristig die medizinische Versorgung der Kinder in ihrem Heimatland zu verbessern, hat das Hammer Forum begonnen, in die Infrastruktur vor Ort zu investieren

So kommen in der vom Hammer Forum im Jahr 2005 eröffneten Geburtsklinik jedes Jahr über 9.000 Kinder zur Welt. Die Schwerpunkte des Geburtshilfe-Teams liegen unter anderem in der praktischen Anleitung und theoretischen Weiterbildung der Ärzte und Hebammen, in den Erstuntersuchungen der Neugeborenen sowie der rechtzeitigen Behandlung von Komplikationen und angeborener Krankheiten.

Einen weiteren medizinischen Fokus neben der Geburtshilfe setzt das Hammer Forum seit 1999 auf die Behandlung von Brandverletzten. Die Nutzung von offenem Feuer zum Kochen, von Kerosinkochern und Öllampen führt immer wieder zu schweren häuslichen Unfällen, von denen vor allem Frauen und Kinder betroffen sind. Um Brandverletzte zu behandeln, eröffnete das Hammer Forum 2008 ein Brandverletztenzentrum (Burn Unit) mit 17 Betten und einem eigenen OP-Trakt, um auch komplizierte Eingriffe vor Ort vornehmen zu können.

Umgesetzt werden diese Schwerpunkte von medizinischen Teams aus Spezialisten, Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen, die regelmäßig zweimal im Jahr in das Orotta Krankenhaus in Asmara reisen. Dank des großartigen ehrenamtlichen Engagements, ist es dem Hammer Forum in den vergangenen Jahren gelungen, wichtige Meilensteine in der Versorgung von werdenden Müttern und Kindern in Eritrea zu setzen. Im Rahmen der Nachhaltigkeit seiner Hilfe setzt das Hammer Forum verstärkt auf die Aus- und Fortbildung des einheimischen Personals. Und dies mit Erfolg. Dank der verbesserten Ausstattung der Einrichtungen und der kontinuierlichen Fortbildung der einheimischen Ärzte und des Pflegepersonals können immer mehr Kinder in ihrem Heimatland adäquat versorgt werden.

Die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit ist seit 2004 in Asmara belegbar gesunken!

Wir freuen uns zusammen mit den Familien über diesen großen Erfolg.

Projektleitung: Herr Prof. Dr. H. Kaulhausen & Herr Dr. K.A. Brandt

Aktuelle Berichte zu Eritrea

Sehr positiv zu bewerten ist die Arbeit auf den geburtshilflichen Stationen: Besonders die post partum Station durch Sr. Alganesh ist gut organisiert....

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Abgesehen davon, daß ein Paß auf dem Postweg von Hamm nach Berlin zwei Wochen lang verschwunden war, so daß Dr. Björn Beurer am 29.10. nicht mitreisen...

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