Kongo DR

Die Kinder in der Demokratischen Republik Kongo haben kaum Zugang zu einer medizinischen Versorgung.

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Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo gehört nach einer Unicef-Statistik zu den fünf Ländern mit der höchsten Kindersterblichkeit weltweit. 2008 starben demnach 199 von 1.000 lebend geborenen Kindern bis zu ihrem fünften Geburtstag. Besonders erschreckend: während in allen anderen Projektländern des Hammer Forums die Kindersterblichkeit zwischen 1990 und 2008 zum Teil drastisch sank, ist die Quote in der Demokratischen Republik Kongo gleichbleibend hoch und liegt sogar über dem Durchschnittswert der am wenigsten entwickelten Länder.

Die medizinische Versorgung der Menschen – insbesondere der Kinder – in der DR Kongo ist katastrophal. In den meisten staatlichen Kliniken wurde seit 1960 kaum noch etwas investiert. Die Löhne des Personals werden nur sporadisch ausgezahlt. Von den Gebühren, die jeder Patient zu entrichten hat, müssen entsprechend alle Kosten gedeckt werden. Da für jede Untersuchung, jede Röntgenaufnahme, jedes Medikament usw. Geld gezahlt werden muss, zögert die verarmte Bevölkerung jeden Arztbesuch so lange wie irgendwie möglich heraus. Insbesondere für die Kinder hat dies oftmals katastrophale Folgen.

Hinzu kommt die stetig steigende Anzahl an mangel- und unterernährten Kindern, die für Erkrankungen besonders anfällig sind. Das Hammer Forum entschloss sich deshalb im Sommer 2008, das Hôpital Général in Kikwit, einer Stadt ca. 550 km östlich der Hauptstadt Kinshasa im Busch gelegen zu unterstützen. Vorrangig wurde eine Ambulanz für Kinder aufgebaut, die bereits nach kurzer Zeit jeden Monat rund 1.000 Kinder kostenlos behandelt. Darüber hinaus engagiert sich das Hammer Forum in der Renovierung und Sanierung aller Klinikbereiche, die für eine adäquate medizinische Versorgung von Kindern relevant sind. Hierzu gehören z.B. die Kinderstation, die OP-Säle aber auch Sanitäreinrichtungen. Des weiteren erarbeitet das Hammer Forum in Kooperation mit den einheimischen Kollegen geeignete Behandlungspläne für Kinder und operiert – sofern die Bedingungen es zulassen – Kinder vor Ort.

Von einer Projektleitung vor Ort werden täglich Milchkinder betreut, die möglichst zweimal am Tag kommen und eine nährstoffreiche Milch erhalten. Zudem fliegen ehrenamtliche medizinische Teams zweimal im Jahr nach Kikwit, um Kinder vor Ort zu untersuchen, zu behandeln und zu operieren. Derzeit verschlimmert sich die Lage von verletzten und unterernährten Kindern in Kikwit, da viele Familien aus dem Bürgerkrieg-bedrohten Kasaii flüchten und in Kikwit und Kinshasa Schutz suchen.

Projektleitung: Herr Dr. Emmanouilidis

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