Libanon

Im Libanon leben Millionen von syrischen Flüchtlingen, die teils keinen Zugang zu einer medizinischen Behandlung haben.

Projekte & Länder

Im April dieses Jahres wurde eine Evaluierungsreise im Libanon durchgeführt, um die medizinische Versorgung von Kindern vor Ort einschätzen zu können. Der Projektleiter des Hammer Forums traf sich dazu mit der Partnerorganisation PCRF (Palestine Children Relief Fund) in Beirut. In Gaza und Nablus arbeitet das Hammer Forum bereits gut mit dem PCRF zusammen. Im Libanon wurden palästinensische Krankenhäuser in Bar-Elias und Tripolis besucht.

In Bar-Elias leben etwa 150.000 Einwohner, davon sind etwa 75.000 registrierte syrische Flüchtlinge. Die Dunkelziffer wird weitaus höher geschätzt, da viele syrische Flüchtlinge unregistriert über die Grenze fliehen. In Tripolis und Umgebung sollen zwischen 350.000 und 400.000 syrische Flüchtlinge leben. Im gesamten Libanon sollen sich zwischen 1,5 und 3 Millionen syrische Flüchtlinge aufhalten. Sie können bei der langen und offenen Grenze zu Syrien weder kontrolliert noch registriert werden.

In beiden Hospitälern wird Basismedizin praktiziert. Die medizinischen Geräte sind nicht modern, aber noch funktionsfähig. So operiert der Orthopäde in Tripolis Knochen mit einem normalen Werkzeugbohrer.

Komplizierte Fälle und Operationen werden in andere, vor allem private Kliniken verlegt, da die staatlichen Kliniken solche speziellen Fälle nicht behandeln und die Operationen nicht durchführen können. Viele Eltern können sich die Behandlungen und Operationen ihrer Kinder in privaten Kliniken jedoch nicht leisten. Das PCRF engagiert sich für ehrenamtliche medizinische Hilfseinsätze. Die Kollegen beider Hospitäler luden das Hammer Forum ein, medizinische Hilfseinsätze hier durchzuführen.

Der erste Einsatz ist für Dezember dieses Jahres geplant.

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