Berichte

Jubiläum in Eritrea im November 2015

Dieser Bericht stellt eine Ergänzung der Pressemitteilung von Jenny Heimann, des Einsatzberichts von Dr. Wilhelm Veltmann und der Photodokumentation von Josef Breuer dar.


Haupttätigkeiten waren die Unterrichtung der Hebammen und Hebammenschüler/innen, in hohem Maße auch von Medizinstudierenden besucht, durch die Lehrhebamme und Diplompädagogen Edeltraut Hertel/Chemnitz sowie die Kinderärztin Dr. Regina Bahr/Eckernförde; zwei der 16 Unterrichtsstunden wurden von Dr. Wilhelm Veltmann/Hamm zum Thema „Cardiotokographie“ übernommen.

An weiteren 16 Unterrichtsstunden nahmen vor allem weitere Medizinstudierende und sog. Interns (Ärzte im Praktischen Jahr) teil. Insgesamt 65 Teilnehmer stellten sich am 06.11.2015 einer Abschlussprüfung.
Am Morgen des 26.10.2015 fand die präoperative Untersuchung der 22 Patientinnen statt, vom organisatorischen Leiter der Ambulanz Dr. Kifleyesus und dem dort zuständigen Ass.-arzt Dr. Medhane ausgewählt worden waren. Leider fanden sich darunter auch mehrere Frauen mit fortgeschrittenem, inoperablem Gebärmutterhals-Krebs, dessen Strahlentherapie in Eritrea nicht möglich ist.
Am Nachmittag fand ein Treffen des Einsatzleiters und unserer Pressemitarbeiterin Jenny Heimann mit dem dtsch. Botschafter statt, u. a. um den Ablauf des geplanten Festaktes anläßlich „20 Jahre HFO in Asmara“ abzustimmen. Am späten Nachmittag trafen sich die Ärzte des HFO-Teams mit den 5 Weiterbildungsassistenten der 3. Gruppe.
In den folgenden Wochentagen wurden jeweils mindestens drei größere Lehroperationen durchgeführt, ebenso Visiten im meist stark frequentierten Kreißsaal und auf den gynäkologischen Stationen. Die Neugeborenen wurden von „Dr. Regina“ gemeinsam mit Pflegekräften erstuntersucht.
Besonders hervorzuheben ist auf eritreischer Seite das unermüdliche Engagement des Ärztlichen Direktors Dr. Habteab und der Oberschwester  Zewdi der Frauenklinik. „Ass. Matron“ Zewdi stand jeden Morgen ab 7:45 Uhr bereit, um unsere postoperativen Visiten zu begleiten. Leider war die Einsatzbereitschaft einiger anderer Pflegekräfte und des Chefarztes der Frauenklinik gering.
Am Samstag, 31.10.2015, fand der kleine Festakt („ceremony“) im großen Raum des Eritreisch-deutschen Zentrums mit ca. 40 Teilnehmern statt. Botschafter Dr. A. Zimmer dankte dem HFO einleitend für das nachhaltige Engagement in Eritrea; anschließend stellte der Projekt- und Einsatzleiter den zeitlichen Ablauf der Aktivitäten seit 1985 dar und dankte insbesondere dem Ärztlichen Direktor, Dr. Habteab Mehari. Die Gesundheitsministerin Amina Nurhussein war der persönlichen und schriftlichen Einladung leider nicht gefolgt. Aus dem Erziehungsministerium war jedoch Professor Dr. phil. Tadesse Mehari, Leiter der „National Commission of  Higher Education“, anwesend, welcher dort ein hohes Ansehen genießt.
Nicht unerwähnt bleiben sollte eine sonntägliche Zugfahrt mit der historischen Dampfeisenbahn aus den 1930er Jahren, die Dr. Habteab für uns organisiert hatte.
Folgenden Einsatzteilnehmer/-innen dankt der Projektleiter sehr herzlich:Dr. Regina Bahr, Edeltraut Hertel, Kerstin Ruitz (Ltd. Hebamme aus dem Klinikum Chemnitz), Dr. Lea Winter (Geburtshelferin aus dem Klinikum Oberberg in Gummersbach) Lilianna Schulz und Stefanie Meierhöfer (Op.-schwestern aus Remscheid), Jupp Breuer (Techniker), Dr. Tim Däunert (Anästhesist aus Berlin-Lichtenberg ) sowie den gynäkol..-geburtsh. Fachärzten Dr. Clemens Bartz/Köln, Dr. Björn Beurer/Berlin-Spandau und Dr. Wilhelm Veltmann/Hamm.