Berichte

Strom für OPs in Guinea-Bissau

In der Region Gabú sind Operationen derzeit nicht möglich. Die Menschen müssen dafür in die Hauptstadt Bissau reisen. Um Kindern schnell helfen zu können, baut das Hammer Forum zurzeit eine Kinderambulanz in Gabú auf.

Ein Elektriker-Team hat innerhalb einer Woche die Solaranlage auf dem Dach der Kinderambulanz installiert.

Auch der Notstrom-Generator wurde angeschlossen.

Die Lampen im OP konnten erfolgreich eingerichtet werden.

Nun ist der OP mit Strom und Licht für die Operationen des medizinischen Teams ausgestattet.

Herzlichen Dank an das Team aus Meiningen! Unser Dank gilt auch dem Lions Club Meiningen, der dieses Projekt so großzügig unterstützte.

Mit Ihrer Unterstützung haben wir für den Operationssaal bereits einen OP-Tisch und eine OP-Lampe angeschafft.

Mit Hilfe von weiteren Spenden konnte nun ein Solarteam aus Meiningen unter der Leitung von Elektromeister und Techniker Thomas Wolf nach Guinea-Bissau reisen, um eine Solaranlage auf dem Dach der neuen Kinderambulanz zu installieren. Innerhalb von nur einer (durchorganisierten) Woche hat das Team den OP-Saal funktionstüchtig gemacht.

Bereits seit 2015 arbeitet Herr Wolf für das Hammer Forum und installierte die Solaranlage auf der Kinderstation in der Demokratischen Republik Kongo. Bei diesem Projekt in Guinea-Bissau wird er tatkräftig von Joachim Strobel und dem Lions-Club Meiningen unterstützt. Vom 15. bis 21. September 2018 reiste Herr Wolf mit Projektleiter Dr. Emmanouilidis nach Guinea-Bissau, um die Situation vor Ort zu begutachten. Die Strom- und Wasserversorgungsverhältnisse waren dabei ähnlich denen im Kongo:

"Wie schon im Kongo so ist auch hier die Strom- und Wasserversorgung sehr schlecht. Strom gab es immer nur am Abend zwischen 20.30 bis 01.00 Uhr und Wasser ab und zu, aber auch nur tagsüber, als wir nicht zu Hause waren. Das hieß: Wasser sparen so gut es ging. Aber irgendwann sind auch die letzten Reserven aufgebraucht. Dieses Problem haben wir dann gelöst, indem wir unsere leeren Wasserbehälter mit in das Krankenhaus nahmen und da aufgefüllt haben. Nur so konnten wir das Thema Kochen, Spülen und 'Duschen' absichern."

Vom 16. bis 23. Februar installierte das 5-köpfige Team aus Meiningen die Solaranlage, schloss den Notfall-Generator an, installierte Deckenlampen, reparierte die OP-Lampen und baute so den OP-Saal für Operationen auf.

Im April kann so nun ein medizinisches Team nach Gabú reisen und Kinder direkt vor Ort operieren. Viele Kinder warten bereits auf eine Operation. Wir sind sehr froh, dass Kindern in der Region Gabú nun geholfen werden kann und bedanken uns ganz herzlich bei dem Team und dem Lions Club Meiningen!

Der nächste Einsatz des Elektriker-Teams ist voraussichtlich für unser Projekt in der Demokratischen Republik Kongo geplant. Im OP-Saal gibt es kein fließendes Wasser und kaum Beleuchtung. Das Wasser wird in Eimern gebracht, damit sich das OP-Personal die Hände waschen kann. Die Operationen finden im Licht von Stirnlampen oder Handys statt, weil die OP-Lampen kaputt sind. Außerdem herrschen in dem Raum Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit, was eine große Herausforderung für Patienten und Ärzte ist.